Rückenschmerzen gibt es auch bei Sportlern

Rückenschmerzen bei Sportlern

Rückenschmerzen gelten als die Volkskrankheit Nr.1. Trotz aktiver Lebensweise sind selbst 75 Prozent der Spitzensportler Probleme mit dem Rücken nicht unbekannt.
Dies kann vielfältige Ursachen haben – eine Laufpause bzw Sportpause ist aber nicht zwingend notwendig.
Laut Aussage von renommierten Sportmedizinern haben ca. 90 Prozent der westeuropäischen Einwohner bereits Erfahrung mit einem schmerzenden Rücken gemacht. Der Rumpf, bestehend aus Rücken und Bauch und Zwerchfell, bildet das Zentrum des menschlichen Körpers und besteht aus einer Vielzahl von Knochen und Muskeln. Als Bindungsglied zwischen oberer und unterer Extremität ist unser Rücken tagtäglich einer hohen Belastung ausgesetzt. Im Zusammenspiel mit der Bauchmuskulatur sorgt der Rücken für die Aufrichtung und die Stabilität unseres gesamten Körpers.

Rückenschmerzen – Symptome

Rückenschmerzen äußern sich gewöhnlich in sehr vielfältiger Weise. Sie können sich dumpf, ziehend, stechend, atemabhängig oder atemunabhängig äußern. 

Bei Rückenschmerzen ist es wichtig, zwischen verschiedenen Formen zu unterscheiden:
Rückenschmerzen im unteren Bereich (Lendenwirbelsäule oder Iliosacralgelenk)
 Rückenschmerzen im mittleren Bereich (Brustwirbelsäule oder Rippen)
Rückenschmerzen im oberen Bereich (Halswirbelsäule, Kopfgelenke)

Bei länger anhaltenden oder schlimmer werdenden Beschwerden, bei ausstrahlenden Schmerzen (vor allem in die Extremitäten) und bei Ausfall- bzw. Lähmungserscheinungen sollte unbedingt ein Orthopäde oder Physiotherapeut aufgesucht werden!

Ursache

Die Ursache von akuten Rückenschmerzen ist oft nicht der Rücken selbst. Zuerst sollte man einmal in sich gehen und nach möglichen Veränderungen in den vergangenen Tagen suchen. Oft ist die Ursache eine minimale Änderung der eigenen Gewohnheiten. Das Umstellen des Computer-Bildschirms, Änderung der Sitzhaltung bei der Arbeit, ein neues Kissen, eine neue Übung im Training, neue ungewohnter Laufuntergrund, etc.. Trifft keine dieser Möglichkeiten zu, kann von Kopf bis Fuß jede Veränderung im Körper Rückenschmerzen verursachen.

Einige mögliche Ursachen sind:

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Rippenblockierung
  • Wirbelblockierung
  • Probleme am Iliosacralgelenk
  • Fehlstellungen des Fußes
  • Fehlstellungen der Kniegelenke
  • Dysfunktionen im Hüftgelenk
  • Bandscheibenvorfall
  • Kopfgelenksblockierung

Behandlung

Grundsätzlich sollten Sie versuchen, sich weiterhin so gut wie möglich und so normal wie möglich zu bewegen, um eine Schonhaltung und die Entstehung von Ausweichmechanismen zu vermeiden. Selbige würden möglicherweise weitere körperliche Probleme nach sich ziehen. 

Bei ausstrahlenden Schmerzen und Lähmungserscheinungen sollte zum Ausschluss eines Bandscheibenvorfalls direkt ein Arzt aufgesucht werden. 

Durch Muskelverspannungen verursachte Schmerzen lassen sich häufig mit Wärme lindern, z.B. in Form eines Kirschkernkissens, das im Backofen schnell erwärmt ist. Wer die Möglichkeit hat, sich von einer anderen Person verwöhnen zu lassen, kann auf die „Heiße Rolle“ zurückgreifen. 

Schmerzmedikamente wie Ibuprophen, Paracetamol, Dolormin, Aspirin, etc. können die Rückenschmerzen und eine Schonhaltung mindern, beheben aber meist die eigentliche Ursache nicht.

Vorbeugung

Die beste Medizin für einen gesunden Rücken ist ausreichend Bewegung, eine aufrechte Körperhaltung, ausreichend Schlaf und wenig bis kein Stress.

 Speziell zur Vorbeugung ist gerade bei Läufern ein regelmäßig durchgeführtes allgemeines Kräftigungsprogramm für die Rumpfmuskulatur unerlässlich. Dieses dient nicht nur der Vorbeugung, sondern kann nebenbei zu einer Ökonomisierung der gesamten Laufbewegung und somit zu einer schnelleren Laufzeit führen. 

Auch eine gute Dehnfähigkeit der Muskulatur spielt eine große Rolle, denn auch ein mangelhaft gedehnter Oberschenkelmuskel kann Rückenschmerzen verursachen.

 

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