Gesundheitstipp Juni 2012

Wussten Sie schon, dass… das Knie das anfälligste und gleichzeitig größte Gelenk des Körpers ist?

altEin wahres Wunderwerk unseres Körpers ist das Kniegelenk. Dank ihm können wir gehen, sitzen oder herumhüpfen. Beim Gehen allein fängt es etwa das Dreifache des Körpergewichtes ab, beim Treppenstiegen sogar das Fünffache.

Hinter dieser (wichtigen) Funktionalität steckt ein kompliziertes System. Das Gelenk selbst besteht aus drei Knochen – dem Oberschenkelknochen, dem Schienbein und der Kniescheibe. Ebenso aus diversen Bändern – den Kreuzbändern, dem Außen- und Innenband (um nur die Wichtigsten zu nennen) und zwei Knorpelringen – den sogenannten Menisken (Innen- und Außenmeniskus).

Zusätzlich gestützt und bewegt wird es durch die Muskulatur. Stop-and-Go Bewegungen, wie beispielsweise beim Fußball und Basketball, oder auch das Skifahren gefährden das Gelenk. Besonders aber die Bänder, deren Rehabilitation sich im Falle einer Verletzung über mehrere Monate streckt. Eine Arthrose kann dann eine Langzeitfolge sein. Allein in Deutschland werden jedes Jahr circa 300 000 Meniskus- und 100 000 Kreuzbandoperationen durchgeführt.

Um Verletzungen  vorzubeugen ist eine funktionelle Stabilität notwendig. Eine gute Muskulatur zum Schutz allein reicht nicht aus – siehe Profisportler, die sich trotz gut trainierter Oberschenkel dennoch verletzen. Wichtig  ist die Koordination im und unter den Muskeln selbst, die in gefährdenden Situationen gemeinsam mit dem Schutzreflex benötigt wird.

Auf einem Balancebrett (Posturomed, Airex-Kissen etc.) kann man dies in Kombination mit verschiedenen Bewegungen hervorragend trainieren.

©by Conny Matt, staatl. anerkannte Physiotherapeutin

Foto: Gerti G. / photocase.com