Gesundheitstipp Juli 2013

Wussten Sie schon was,…

… eine Patellaluxation ist, welche Arten man unterscheiden kann und deren Ursachen?

Patellaluxation/ Definition:

Unter einer Luxation versteht man eine Gelenkverletzung, die durch übermäßigen, passiven, und unkontrollierten Gewalteinfluss entsteht.
Dadurch kommt es zu einem Gelenkkapselriss mit Verschiebung der sonst miteinander in Kontakt stehenden Gelenkflächen.
Unter der Patellaluxation versteht man eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe aus ihrer Führung springt, dies geschieht vor allem nach lateral (seitlich/außen).

Arten der Patellaluxation:

Angeboren
– konstitutionelle Bindegewebsschwäche
– Genu valgum (O-Bein, es entsteht eine laterale Instabilität)
– Genu recurvatum ( sehr geringer Anpressdruck der Kniescheibe am Kniegelenk)
– Sekundär auftretende muskuläre Dysbalancen

Habituell
– Luxation auf Grund von Instabilität der Kniescheibe; ist anlagebedingt (Wachstumsstörung) durch eine zu flache Form des Gleitlagers oder schwache Haltebänder und Muskeln der Kniescheibe und Kniegelenkkapsel
– In der Streckung bleibt die Kniescheibe (Patella) in ihrem Gleitlager, bei zunehmender Beugung (Flexion) kommt es dann zu wiederholten Luxationen
 

Therapie    

Konservativ: Kräftigung des M. vastus medialis (innerer Anteil des M. quadriceps/Oberschenkelmuskel) in Beinstreckung
Operativ: durch Weichteileingriffe oder knöcherne Eingriffe

Traumatisch
– Direkte oder indirekte Gewalteinwirkung (z.B. Verdrehunfälle während sportlichen Aktivitäten)
– Meist liegt eine dysplastische Patella vor (Dysplasie = Missbildung)

Therapie

Konservative Therapie: manuelle Reposition (dabei wird die Kniescheibe bei gestrecktem Kniegelenk nach medial gedrückt) und dann Ruhigstellung, wenn keine andere Begleitverletzung vorliegt. Operative Therapie

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Physiotherapeuten- Team der Praxis Pro-Physio.

Sabrina Wolinski, staatlich anerkannte Physiotherapeutin