Gesundheitstipp Juli 2012

Wussten Sie schon, dass… …Sie Schulterschmerzen gezielt vorbeugen können?

Neben dem Knie und Sprunggelenk ist die Schulter an dritter Stelle eines der anfälligsten Gelenke unseres Körpers. Der Gelenkkopf sitzt nicht, wie zum Beispiel bei der Hüfte, in einer Pfanne, vielmehr wird er kunstvoll von Muskeln, Sehnen und Bänder gehalten – auch Rotatorenmanschette genannt. Ist diese defekt oder unzureichend trainiert, bewegt sich der Oberarmkopf gegen das Schulterdach (Akromion). Es entsteht eine Enge, die letztendlich zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt (Impingement-Syndrom). Weitere häufige Schulterprobleme sind die Entzündung der langen Bizepssehne (die Sehne reibt am Oberarmkopf), eine Kalkschulter (Sehne bildet Kalk; rieselt der Kalk, entstehen Entzündungen) oder Arthrose.

Schulterproblematiken gehören zu den häufigsten orthopädischen Krankheitsbildern, so leidet jeder vierte zu irgendeinem Zeitpunkt in seinem Leben an Schulterschmerzen. Wichtig ist aber auch abzuklären, ob die Schmerzen nicht vielleicht sogar von der Halswirbelsäule kommen!

Um Langzeitfolgen vorzubeugen, sollten bereits früh therapeutische Maßnahmen erfolgen.
Dazu zählt vor allem das Auftrainieren der Rotatorenmanschette, das mit Hilfe eines Therabandes erfolgen kann. Hier ein paar Beispielübungen:

  • – Befestigen Sie das Theraband an der Türklinke einer geschlossenen Tür. Nehmen Sie die beiden Enden in die Hände und wickelt sie das Band soweit auf, bis es auf Höhe ihres Bauchnabels gespannt ist. Ziehen Sie das Band nun mit gestreckten Armen seitlich an ihrem Körper vorbei nach hinten. 10x wiederholen.
  • – Setzen Sie sich auf einen Stuhl und legen die Mitte des Bandes unter ihre Füße. Überkreuzen Sie das Band und nehmen die jeweiligen Enden in die Hände. Strecken Sie nun Ihre Arme in einem V nach ob aus. 10x wiederholen.

 

Viel Spaß beim Üben!

©by Conny Matt, staatl. anerkannte Physiotherapeutin