Craniomandibuläre Dysfunktion – Tipp des Monats Januar

Craniomandibuläre Dysfunktion

Wussten Sie schon, was …

…die Craniomandibuläre Dysfunktion ist, wie sie sich äußert , ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten?

Craniomandibuläre Dysfunktion (Cranium=Schädel, Mandibula=Unterkiefer, Dysfunktion=Fehlfunktion).

CMD ist ein Sammelbegriff, der eine Vielzahl von Beschwerden der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund- und Kopfbereich zusammenfasst. Funktionsstörungen des Kausystems können dadurch, da das Kausystem über Muskeln und Nerven mit Teilen des Stütz-und Bewegungssystems verbunden ist, auch Beschwerden und Erkrankungen in diesen Bereichen verursachen. Dies gilt umgekehrt genauso, sie bedingen sich also gegenseitig.

Wie macht sich Craniomandibuläre Dysfunktion bemerkbar

1. Im Bereich des Kausystems

  • Schmerzen in den Gesichts- und Kaumuskeln
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Übermäßiges Knirschen und Pressen mit den Zähnen
  • Zahnwanderungen und –lockerungen
  • Abgenutzte, gesplitterte, eingekerbte Zähne

2. Außerhalb des Kausystem

  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Schwindel
  • Schulter- und Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Nächtliche Atemstörungen/ Schnarchen
  • Sehstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen

Ursachen

(umfassen biologische, psychische und soziale Elemente)

Einige Beispiele

  • Wenn, wie im optimalen Zustand ,die obere und untere Zahnreihe nicht gleichmäßig aufeinandertreffen, sodass die Statik und Dynamik gestört ist
  • Chronischer psychischer Stress kann die Aktivität der Kau- und Kopfmuskulatur erhöht
  • Entwicklungsstörung des Kiefers
  • Haltungsstörungen
  • Okklusionsstörungen durch prothetische Versorgung (z. B. zu hohe Kronen )
  • Zähneknirschen/pressen

In den meisten Fällen wird eine multifaktorielle Genese (Entstehung) vermutet.

Behandlungsmöglichkeiten

Wegen der komplexen Zusammenhänge, ist für betroffene Patienten die Zusammenarbeit von Zahnärzten, Orthopäden und Physiotherapeuten notwendig.

Wenn geklärt ist, welche funktionellen Zusammenhänge zwischen den Beschwerden des Kaugelenks und dem gesamten Bewegungssystem bestehen, kann mit einer zielgerichteten Therapie begonnen werden.

Die physiotherapeutische Behandlung von Kiefergelenksproblemen (CMD: Craniomandibuläre Dysfunktion) erfolgt durch mehrere aufeinander abgestimmte Methoden:

  • Techniken zur Gelenkmobilisation
  • Muskelentspannung
  • Dehnung
  • Haltungskorrektur/Körperstatik
  • Hilfe zur Selbsthilfe (myofunktionelle Übungen)

Die Praxis Pro- Physio hat sich als Kompetenzzentrum für Kiefergelenksbehandlungen bei Craniomandibulärer Dysfunktion einen Namen gemacht;  bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an das Physiotherapeutenteam.

Copyright des Beitrag Sabrina Wolinski, staatlich anerkannte Physiotherapeutin. ©2015

Fotografie: spacejunkie / photocase.de